Aktuelles aus dem Projekt

Im Rahmen bleiben

Glasmalerei und Architektur des 13. Jahrhunderts gehören zu den zentralen Themen der Kunstgeschichte, die bis heute häufig getrennt voneinander behandelt werden:

Das Fenster in Form und Gefüge zählt zur Architektur, seine Verglasung nicht. Die Schnittstelle zwischen Werkstein und Verglasung gilt mehr als trennend denn als verbindend – eine Auffassung, die der mittelalterlichen Baupraxis diametral gegenüberstehen muss.

Die diesem Band publizierten Vorträge des 2014 von den Arbeitsstellen CVMA Deutschland und dem Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ausgerichteten Kolloquiums widmen sich dem Verhältnis von Bauhütte und Glasmalereiwerkstatt: Nahm man Rücksicht bei der Rahmenform auf den Bildinhalt? Gab es provisorische Verglasungen? Wie ist das Verhältnis der Farbfassungen von Fensterrahmen und Verglasung? Gab es bauliche Rücksichtnahmen auf die Glasmalerei beim architektonischen Planungsprozess? Der Tagungsband vereint zwölf Aufsätze, in denen Kunsthistoriker, Bauforscher und Restauratoren aus Deutschland, Polen und der Schweiz hierzu ihre aktuellen Forschungsergebnisse vorstellen.

Ute Bednarz, Leonhard Helten, Guido Siebert (Hg.): Im Rahmen bleiben. Glasmalerei in der Architektur des 13. Jahrhunderts, Berlin 2017, ISBN 978-3-86732-244-7, 40,00 EUR

Bestellungen unter: www.lukasverlag.com/ebooks/titel/436-im-rahmen-bleiben.html