Aktuelles aus dem Projekt

Wohnen, leben, arbeiten: Glaser und Glasmaler in Frankfurt und ihre Beziehungen zu Köln

Dass an der mittelalterlichen Chorverglasung von St. Leonhard in Frankfurt am Main Glasmaler unterschiedlicher Herkunft zusammengearbeitet haben, ist seit Längerem bekannt. Wie man sich diese Zusammenarbeit ganz konkret vorstellen kann, wird von Uwe Gast in einem neu erschienenen Beitrag untersucht.

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Die Chorverglasung von St. Leonhard in Frankfurt am Main wurde um 1430/35 von Glasmalern geschaffen, die eine ziemlich unterschiedliche künstlerische Prägung erfahren haben müssen. Daniel Hess hat sie 1999 in seinem Corpusband "Die mittelalterlichen Glasmalereien in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet" (CVMA Deutschland III,2) überzeugend in eine mittelrheinische und eine kölnische Verglasungsgruppe unterteilt. Bei genauerer Betrachtung lassen sich jedoch in einzelnen Scheiben und Fenstern Merkmale feststellen, die auf eine direkte Zusammenarbeit der Glasmaler hinweisen. Dies führt zu Fragen nach den Herstellungsbedingungen (Zu- und Abwanderung von Glasmalern sowie Wohn- und Arbeitsverhältnisse) und nach dem Herstellungsprozess. Uwe Gast geht diesen Fragen in einem Beitrag nach, der aus einem Vortrag auf der Tagung "Frankfurt als Zentrum unter Zentren? Kunsttransfer und Formgenese am Mittelrhein 1400‒1500" (2015) hervorgegangen ist.

Uwe Gast, Wohnen, leben, arbeiten: Glaser und Glasmaler in Frankfurt und ihre Beziehungen zu Köln ‒ Überlegungen zur Chorverglasung von St. Leonhard um 1430/1435, S. 115‒136

Erschienen in:

Martin Büchsel / Hilja Droste / Berit Wagner (Hrsg.), Kunsttransfer und Formgenese am Mittelrhein 1400‒1500 (Neue Frankfurter Forschungen zur Kunst 20), Berlin 2019

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