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Ansbach, Stiftskirche St. Gumbertus

Einführung zum Standort

Ursprünglich ein Benediktinerkloster, erhielt das Kollegiatstift St. Gumbertus mit der Schwanenritterkapelle in den Jahren 1501–1523 einen neuen Chorbau. Dieser Bau wurde ab 1520 sukzessive farbig verglast, wobei die Verglasung nach dem Geschmack der Zeit eine partielle Farbverglasung war, bei der die Darstellungen in eine farblose Umgebung aus Rauten oder Butzen eingesetzt sind. Eine Handschrift in der Bayerischen Staatsbibliothek in München überliefert den Zustand der Verglasung im Jahr 1735 (Cgm 2117). 1906 wurden die erhaltenen 28 Scheiben im Zuge einer Restaurierung durch Franz Xaver Zettler neu geordnet, 1973/74 wurden sie durch die Werkstatt Frenzel erneut restauriert. Sie sind in vier Fenstern des Chors wie folgt verteilt: 

1. Zehn Rechteckfelder mit Stifterbildern, Wappen und stehenden Heiligen im Zentrum des Achsenfensters (I), vier weitere Heiligenbilder und vier Wappenrundscheiben im nordöstlichen Chorfenster (n II) sowie ein versprengtes Wappenfeld im südlichen Chorfenster (s III, 1d) bilden die Reste verschiedener Chorfensterstiftungen der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach-Kulmbach.

2. Ein Ensemble von vier Rechteckfeldern mit Heiligen und dem Stifterbild des Markgrafen Friedrich von Brandenburg-Ansbach-Kulmbach befindet sich im südöstlichen Chorfenster (s II).

3. Drei Rechteckfelder mit Heiligen und dem Stifterbild Veits von Lentersheim sind im südlichen Chorfenster (s III, 1a–c) untergebracht.

 

Literatur:

Hartmut Scholz, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Mittelfranken und Nürnberg extra muros (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland X,1), Berlin 2002, I, S. 87–113, II, Abb. 4–34 ().

Zugehörige Fenster

Grundriss

                             

Lage des Standorts