← zurück zum Standort Friedberg, Stadtkirche Unserer Lieben Frau
Chor, Fenster I (Ornamentfelder, Heilige), Gesamtansicht
Gesamtansicht
Erhaltungsschema
Beschreibung
Das Achsenfenster wurde, anders als die Fenster n II und s II, bereits 1891 in der Werkstatt Linnemann in Frankfurt am Main restauriert. Seit Linnemanns Neuordnung der Chorfenster im Anschluss an die Renovierung des Baues 1896−1901 enthält es in den unteren fünf Zeilen 15 Ornamentscheiben. Von ihnen gehören nur die Felder 5b und 5c zum originalen Bestand des Hochmittelalters; als ursprünglicher Standort lässt sich vermutlich eines der Seitenfenster n III oder s III bestimmen. Die übrigen Ornamentfelder des Fensters I wurden von Linnemann ebenso ergänzt wie die gesamte sechste Zeile mit den Wappendarstellungen. Von der siebten Zeile an aufwärts stammen alle 27 Scheiben, sofern sie nicht von Linnemann neu geschaffen wurden (10b, 11a), aus der spätmittelalterlichen Neuverglasungskampagne von 1476−1481. Mit der zweimaligen Darstellung der Muttergottes im Strahlenkranz in der Mittelachse war das neue Bildprogramm, das möglicherweise einen Vita-Christi- oder typologischen Zyklus ersetzte, nun dezidiert auf die von Heiligen umgebene Kirchenpatronin Maria ausgerichtet.
Mittelrhein/Hessen, um 1306 oder 2. Viertel 14. Jahrhundert / Friedberg, um 1476−1479.
Einzelscheiben und Scheibengruppen:
7a: Architekturbekrönung mit Blüten
7c: Architekturbekrönung mit Blüten
12−14b: Architekturbekrönung mit Engelsfigur
14a: Kopfscheibe mit Blattwerk
14c: Kopfscheibe mit Blattwerk
1A: Maßwerk-Dreipass mit Sonne